Die Nutzung von Cloud-Speichern wird sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld immer wichtiger. Die immer verfügbaren Daten haben allerdings den großen Nachteil, dass diese von den Anbietern häufig nicht ausreichend stark gesichert werden. Durch eine aktive Verschlüsselung der Daten in der Cloud können die Nutzer die Gefahren reduzieren. Wir zeigen, was es über die Datenverschlüsselung in der Cloud zu wissen gibt.
Sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen greifen immer häufiger auf den günstigen Cloud-Speicher zurück, um Dateien, Bilder und andere Inhalte schnell und überall verfügbar zu haben. Während große Unternehmen meist noch auf ein eigenes Hosting setzen, sind kleine Unternehmen und Privatpersonen meist auf die gängigen Cloud-Anbieter angewiesen. Die freie Verfügbarkeit der Daten mag hilfreich sein, birgt aber auch Gefahren.
Denn die Daten liegen meist unverschlüsselt auf den Laufwerken der Anbieter und könnten bei einem gezielten Angriff ausgelesen werden. Daher ist es sinnvoll, die Daten nicht nur auf dem eigenen Computer, sondern auch in der Cloud zu verschlüsseln. Dafür gibt es verschiedene Software-Lösungen, welche diesen gesamten Prozess deutlich vereinfachen.
Die Auswahl an passenden Software-Lösungen ist riesig. Doch nicht jedes Werkzeug ist für den produktiven Einsatz in Kombination mit Cloud-Speichern geeignet und nicht jedes Tool ist einfach und ohne eine ausgiebige Einarbeitungszeit zu nutzen. Wir haben die wichtigsten Verschlüsselungs-Lösungen angeschaut und zeigen die wichtigsten Player, wenn Daten in der Cloud verschlüsselt werden sollen.
Das Tool Cryptomator bietet einen recht großen Funktionsumfang und überzeugt vor allem durch die einfache Integration in die verschiedenen Arbeitsumgebungen. Es legt nach der Installation einen eigenen Ordner an, über welchen die Daten verschlüsselt und in die Cloud geladen werden können. Cryptomator ist speziell für die Kompatibilität mit den verschiedensten Cloud-Diensten entwickelt worden und bietet eine sehr hohe Performance bei nicht vorhandenen Kosten. Wer gemeinsam mit seinem Team auf die Daten in der Cloud zurückgreifen möchte, kann den Cryptomator Hub nutzen und über diesen ein Schlüssel- und Rechtemanagement für die verschiedenen Daten und Inhalte generieren.
Diese Vorteile haben Nutzer bei Cryptomator zu erwarten:
Auch diese Nachteile müssen genannt werden:
VeraCrypt ist eine Open-Source-Software, welche beinahe die höchste Flexibilität bietet, da diese nicht nur für die Verschlüsselung in der Cloud, sondern auch für viele andere Verschlüsselungen genutzt werden kann. Selbst das gesamte Betriebssystem kann in VeraCrypt verschlüsselt und somit versteckt werden.
Bei der Nutzung von VeraCrypt bei der Verschlüsselung in der Cloud kann der Nutzer auf zwei verschiedene Varianten zurückgreifen. Es können Ordner und einzelne Daten-Container erstellt werden, welche im Anschluss in die Cloud hochgeladen werden. Dank moderner Ver- und Entschlüsselungstechniken und vor allem dank der Nutzung der verschiedenen Prozessorkerne und des Arbeitsspeichers gelingt es VeraCrypt, die Entschlüsselung und Verschlüsselung ohne Zeitverzögerung anzubieten. Die Nutzung der Lösung über mehrere User hinweg und über gemeinsame Rechte und ein Rechte-Management ist mit VeraCrypt allerdings nicht möglich. Daher eignet sich diese Software vor allem für Privatpersonen und kleine Unternehmen mit einer begrenzten Anzahl an Mitarbeitern mit Datenzugriff.
Die Vorteile von VeraCrypt auf einen Blick:
Leider gibt es auch Nachteile zu verzeichnen:
Boxcryptor, ein ehemals führendes Verschlüsselungstool für Cloud-Dienste, wurde Ende 2022 von Dropbox übernommen. Infolgedessen wurde der eigenständige Betrieb von Boxcryptor eingestellt, und die Technologie ist nun in die Dienste von Dropbox integriert.
Für Nutzer, die nach Alternativen suchen, bietet sich Cryptomator als empfehlenswerte Lösung an. Cryptomator ist eine Open-Source-Software, die eine transparente, clientseitige Verschlüsselung für Cloud-Daten ermöglicht. Sie ist mit verschiedenen Cloud-Anbietern kompatibel und bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche.
CryptSync ist eine freie Software, welche kostenfrei genutzt werden kann. Die Software arbeitet problemlos mit den gängigen Anbietern wie OneDrive, Dropbox und Google Drive und kann somit sehr einfach in die verschiedenen Arbeits- und Speichervorgänge eingebunden werden. Allerdings gibt es bei dieser Lösung ein Problem. Denn die Software arbeitet bei der Verschlüsselung von Haus aus mit der Software 7-Zip zusammen. Diese ist in Fachkreisen leider ob der vielen Sicherheitslücken nicht gut angesehen. Allerdings kann der Nutzer diese Sicherheitslücken umgehen und CryptSync zusammen mit GnuPG nutzen. Hierfür ist allerdings ein rudimentäres technisches Verständnis notwendig.
Die Vorteile von CryptSync auf einen Blick:
Leider gibt es auch Nachteile zu nennen:
Alternative: Bereits verschlüsselte Cloud-Dienste nutzen
Wer bisher noch keinen Cloud-Dienst nutzt und erst jetzt damit beginnen möchte, kann auch auf bereits selbstständig verschlüsselnde Anbieter zurückgreifen. Die Daten werden also beim Hochladen in die Cloud direkt von Anbieterseite verschlüsselt und beim verifizierten Download wieder entschlüsselt. Hier gibt es verschiedene Anbieter, welche eine solche Lösung anbieten. Unter anderem sind hier YourSecureCloud, DriveOnWeb, SecureSafe oder auch Tresorit zu nennen. Der verschlüsselte Speicher in der Cloud ist dabei selbstverständlich nicht kostenfrei erhältlich.
Je nach gewünschtem Speicherplatz und gewünschtem Funktionsumfang unterscheiden sich die Preise hier deutlich voneinander. Worauf man als Nutzer in jedem Fall Wert legen sollte, ist der Standort der Server. Denn dank der DSGVO müssen in Unternehmen die Daten zwingend auf in Deutschland stehenden Servern gespeichert werden. Zudem informiert jeder Anbieter über das gewählte Verschlüsselungsverfahren. Auch hier sollte man sich für die stärkste und somit sicherste Verschlüsselung entscheiden. Je nach Einsatzbereich spielt auch die Rechtevergabe, die Anzahl der Nutzer und Geräte eine wichtige Rolle. Daher ist es schwierig, zu einem bestimmten Anbieter zu raten. Privatpersonen haben zudem nochmals vollkommen unterschiedliche Bedürfnisprofile, die es ebenfalls zu berücksichtigen gilt.
Immer wieder werden zum Thema Verschlüsselung und Verschlüsselung in der Cloud Fragen an uns als Experten herangetragen. Die wichtigsten Fragen zu diesem Themenkomplex möchten wir an dieser Stelle exemplarisch beantworten.
Grundsätzlich sind Cloud-Dienste äußerst sicher. Vor allem die Übertragung der Daten in die Cloud oder aus dieser zurück findet auf verschlüsselten Leitungen statt. Das bedeutet, dass von außen niemand an die Daten herankommen kann. Doch auf dem Server des Anbieters selbst sind die Daten nicht verschlüsselt. Das bedeutet unter anderem, dass der Anbieter selbst auf die Daten zugreifen kann. Das machen seriöse Anbieter zwar nicht, aber sicher ist sicher. Zumal es auch in der Vergangenheit immer mal wieder zu Datenlecks bei größeren Unternehmen kam und somit ein Zugriff auf deren Daten erfolgen konnte. Eine Verschlüsselung der eigenen Daten in der Cloud ist ein weiteres Sicherheitsnetz für die eigenen Daten.
Zeit ist immer ein wichtiger Faktor. Vor allem beim Zugriff auf die verschlüsselten Daten kann Zeit eine wichtige Rolle spielen. Dank der immer leistungsstärkeren Computer und vor allem auch dank der immer besser programmierten Werkzeuge spielt das Thema Zeit allerdings kaum mehr eine Rolle. Bei vielen Anbietern kann der Nutzer sogar Videodateien direkt aus dem verschlüsselten Bereich abspielen, ohne dass es zu Verzögerungen kommt. Einzig dann, wenn die einzelnen Container oder Festplatten zu stark fragmentiert sind, kann es zu Verzögerungen kommen. In einem solchen Fall sollte eine Defragmentierung der Bereiche vorgenommen werden, um die Zugriffszeiten wieder zu beschleunigen.
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